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Kalenderblatt: 3. Juni

1924: Der Schriftsteller und Jurist Franz Kafka stirbt in Klosterneuburg-Kierling und hinterlässt ein großes literarisches Gesamtwerk. Kafka wird am 3. Juli 1883 in Prag in eine wohlhabende jüdische Kaufmannsfamilie geboren. Schon früh zeigt sich sein andersartiges Denken, das ihn zu einem Einzelgänger werden lässt. Er besucht das deutsche Gymnasium und später, von 1901 bis 1906, die deutsche Universität in Prag. Dort studiert er anfangs Chemie, später Germanistik und beschließt 1906 das zwischenzeitlich begonnene Jurastudium mit dem akademischen Titel „Dr. jur.“. Danach wird Kafka Beamter in der Prager Arbeiter-Unfallversicherungsanstalt. Nach Ausbruch seines Lungenleidens ab 1917 hält er sich abwechselnd in verschiedenen Sanatorien, Berlin und Prag auf. Franz Kafka stirbt offiziell an Herzversagen im Sanatorium in Klosterneuburg-Kierling. Zeitlebens hatte er die Vernichtung seines Nachlasses gefordert, vor allem aber seiner drei großen Romanfragmente „Der Prozess“, „Das Schloss“ und „Amerika“. Die Herausgabe erfolgte dennoch posthum.

Franz Kafka

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