Degenknauf

Knauf zum Degengriff des Pfalzgrafen Philipp Ludwig von Pfalz-Neuburg (1547-1614)

Der zapfenförmige Knauf mit Flechtmuster gehörte zu dem Degengehänge, mit dem Pfalzgraf Philipp Ludwig von Pfalz-Neuburg 1614 in der Lauinger Fürstengruft beigesetzt wurde. 1781 wurde sein Sarg geöffnet und neben einigen schlichten Schmuckstücken auch seine Waffe geborgen. In welchem Zustand sie sich damals befand, ist heute nicht mehr nachvollziehbar, da sie im November 1940 stark beschädigt wurde und nur noch Fragmente der Eisenbestandteile erhalten sind (Inv.-Nr. W 1689 c). Hierbei handelt es sich um das Gefäß – also Knauf, Griffstück, Parierstange und Handschutz – und ein kurzes Stück der Klinge. Der Griff wurde Ende des 19. Jahrhunderts mit tordiertem Draht neu umwickelt. Auf einem Stich aus dem Jahr 1614, der die Aufbahrung des Pfalzgrafen zeigt, ist die Waffe mit dem „geflochtenen“ Knauf deutlich zu erkennen.

Material/Technik
Eisen, gegossen
Maße
Länge: 6,85 cm, Durchmesser: 3,9 cm, Gewicht: 314,08 g
Standort
Bayerisches Nationalmuseum
Inventarnummer
NN 2410

Verwandtes Objekt und Literatur
Zusammengehörig: Inv.-Nr. W 1689 c und NN 2410 (Degengriff und Knauf)

Ereignis
Herstellung
(wo)
Entstehungslandschaft: Süddeutschland
(wann)
vor 1614
Ereignis
Gebrauch
(wer)
(wo)
Herkunftsort: Lauingen (Donau), Stadtpfarrkirche St. Martin, Fürstengruft

Rechteinformation
Bayerisches Nationalmuseum
Letzte Aktualisierung
13.09.2023, 07:52 MESZ

Datenpartner

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Objekttyp

  • Degenknauf

Beteiligte

Entstanden

  • vor 1614

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