Bild

Schlafender Mann

Um 1855/56 malte Menzel mehrfach Köpfe bärtiger alter Männer, darunter auch, nach der ›Nationalphysiognomie‹ trachtend, von Juden. Sie erinnern mitunter an Rembrandt, auch an Rubens. Der massige Kopf, ganz an die vordere Bildebene gerückt, stark verkürzt und ganz in die Diagonale gelegt, die die Bildfläche durchschneidet, würde übermächtige Präsenz gewinnen, wäre er nicht in Schlaf gesunken. Zart modelliert die auf Stufen von Sepiabraun reduzierte, dünne Farbe. Was Menzel mit dem Pinsel aufträgt, nimmt er durch Kratzen zurück und erzeugt so ein lyrisches Spiel von Andeuten und Verdämmernlassen. | Claude Keisch

Vorderseite | Fotograf*in: Klaus Göken

Public Domain Mark 1.0 Universell

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Material/Technik
Öl auf Papier, auf Pappe kaschiert
Maße
Höhe x Breite: 37 x 52,3 cm
Rahmenmaß: 49,5 x 66 x 5 cm
Standort
Alte Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin
Inventarnummer
A III 742

Ereignis
Erwerb
(Beschreibung)
1889 Ankauf mit der Menzel-Sammlung des Kunsthändlers Hermann Pächter (Firma R. Wagner), Berlin
Ereignis
Herstellung
(wer)
(wann)
1855

Letzte Aktualisierung
08.08.2023, 11:02 MESZ

Datenpartner

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Objekttyp

  • Bild

Beteiligte

Entstanden

  • 1855

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